Tätigkeitsrapport Netzwerk Schlaf 2025
Dieser Bericht gibt einen Überblick der erfolgten Aktivitäten 2025 des Netzwerk Schlafs und einen Ausblick auf die geplanten Projekte im Jahr 2026.
Chatbot Schlaf – Jetzt testen
Im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz hat der Beobachter Verlag zusammen mit dem Netzwerk Schlaf einen Chatbot zum Thema Schlaf entwickelt, der in den kommenden Monaten getestet werden kann.
Alle Inhalte, die dem Chatbot Schlaf zugrunde liegen, wurden von Expert:innen des Netzwerks Schlaf zur Verfügung gestellt oder geprüft. Der Chatbot Schlaf steht allen kostenlos und ohne Login oder Registrierung zur Verfügung.
Neue Studie: Vorhersage von Folgeerkrankungen anhand von Schlafdaten mittels KI-Modell
Die Studie zeigt, dass ein KI-Modell anhand von nur einer Nacht Schlafdaten das Risiko für über 130 Erkrankungen vorhersagen kann, darunter Demenz, Herzinfarkt und Schlaganfall. Grundlage sind umfangreiche Messungen verschiedener Körpersignale wie Gehirnaktivität, Atmung und Herzrhythmus.
Die Ergebnisse unterstreichen, wie eng Schlaf und Gesundheit miteinander verbunden sind und welches Potenzial in der systematischen Auswertung von Schlafdaten steckt.
Schlafstörungen kosten die Schweiz 15 Milliarden
Medizinische Behandlungen, verminderte Leistung, krankheitsbedingte Absenzen, Langzeitarbeitsunfähigkeit: Der schlechte Schlaf der Schweizer Bevölkerung kommt unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft teuer zu stehen. Eine aktuelle Studie beziffert die direkten und indirekten Kosten von Schlafstörungen.
Innsbruck Sleep Summit 2026
Der Innsbrucker Schlafgipfel 2026 versammelt internationale Expertinnen und Experten, um aktuelle Entwicklungen in der Schlafmedizin interdisziplinär zu beleuchten.
Keynotes von Claudio Bassetti, Diego Golombek und Carlos Schenck geben Einblicke in Neurologie, Chronobiologie und REM-Schlafforschung.
Im Fokus stehen fachübergreifender Austausch und neue Impulse für die Zukunft der Schlafmedizin.
Prof. Dr. Björn Rasch im Interview bei Late Night Zürich
Björn Rasch (Vorsitz Netzwerk Schlaf) spricht im Interview darüber, wie Stress, Grübeln und Alltagsgewohnheiten unseren Schlaf beeinflussen. Er erklärt, warum guter Schlaf keine reine Willensfrage ist, räumt mit verbreiteten Schlafmythen auf und zeigt anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, welche Strategien und Routinen wirklich helfen, um nachhaltig besser zu schlafen.
Save the Date – Netzwerkanlass 2026
Am Mittwoch, 28. Oktober, 2026 von 13:00 – ca. 17:30 Uhr findet der nächste Netzwerkanlass des Netzwerk Schlafs statt.
Nutzen Sie die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur persönlichen Vernetzung.
Detaillierte Informationen sowie die Möglichkeit zur offiziellen Anmeldung folgen.
Deutscher Schlafpreis
Der «Deutsche Schlafpreis» der Deutschen Stiftung Schlaf zeichnet alle zwei Jahre besondere Leistungen für Schlafgesundheit, Schlafforschung und -aufklärung aus. Prämiert werden engagierte Persönlichkeiten, innovative Projekte und arbeitgeberseitige Initiativen, die zu einem gesunden Schlaf beitragen. Die nächste Verleihung findet am Freitag, 20. März, 2026 in Berlin statt.
Fünf neue Projekte stärken die Prävention bei chronischen Schlafstörungen
Schlafprobleme betreffen in der Schweiz einen grossen Teil der Bevölkerung – mit Folgen für die körperliche, psychische und soziale Gesundheit. Im Rahmen der Projektförderung Prävention in der Gesundheitsversorgung (PGV) unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz fünf neue Projekte, die zeigen, wie Prävention und Versorgung Hand in Hand gehen können.
Schlaf, Atmung und psychische Gesundheit: Zentrale Erkenntnisse aus Palagini et al. (2025)
Die Studie zeigt, dass schlafbezogene Atmungsstörungen eng mit Insomnie, emotionaler Dysregulation und erhöhter Stressbelastung verbunden sind. Gestörte Atmung im Schlaf wirkt dabei nicht nur als körperliches, sondern auch als psychologisches Risikofaktor-System, das Angst, Depression und Tagesmüdigkeit verstärken kann. Entscheidend ist ein integrativer Behandlungsansatz, der Schlaf, Atmung und psychische Prozesse gemeinsam berücksichtigt, um langfristige gesundheitliche Folgen zu reduzieren.